Wie wir leben und arbeiten

Ein Blogeintrag von CodeCamp:N

Unternehmensleitlinien gibt es in nahezu jedem Unternehmen. Bei uns im Camp sind die Leitlinien aber nicht wie so oft leere Phrasen, sondern Gebote, die unsere Zusammenarbeit definieren. Wir haben die Unternehmensleitlinien zusammen mit der Crew erarbeitet, indem wir uns zwei Tage außerhalb vom Camp überlegt haben, was uns persönlich, zwischenmenschlich und bei unserer Arbeit wichtig ist. Daraus sind prägnante Statements entstanden, die sich jetzt an den Wänden im ganzen Camp wiederfinden. So sehen wir sie täglich und werden täglich daran erinnert, sie als Entscheidungsgrundlage, Handlungsorientierung und Verhaltensmaßstab zu nutzen – und das Entscheidende: Wir leben unsere Gebote.

Hier möchten wir euch unsere Unternehmensleitlinien aka Gebote und ihre Bedeutung vorstellen – get inspired!


Work hard – Play hard

Wenn wir arbeiten, dann richtig. Fokussiert arbeiten wir an einer neuen Produktidee oder einer neuen Software und verzetteln uns dabei nicht in Kleinigkeiten. Aber nicht nur bei der Arbeit geben wir 180%, sondern auch dann, wenn wir etwas zu feiern haben, wie zum Beispiel den Go-live eines neuen Produktes oder eine bestimmte Anzahl an Active Usern. Dann werfen wir gerne mal den Grill an. Wie man an der Anordnung der Leitlinie in unserem Office Club sieht, steht die Arbeit aber immer an erster Stelle. In unserem Office Club, können wir uns, wie der Name sagt, zurückziehen oder auch Besprechungen führen.

Wir messen. Alles! Daten schlagen Emotionen. Ohne Kennzahlen kein Schulterklopfen.

Im CodeCamp:N haben wir einen strukturierten Produktentwicklungsprozess. So erstellen wir für jede Produktidee einen Business Case. Damit können wir im Vorfeld die Erfolgschancen eines Produktes besser abschätzen. Hält eine Idee diesem Test stand, wird das Produkt entwickelt. Dabei zählen keine subjektiven Einschätzungen oder Emotionen, sondern alleine die Fakten. Ob sich unsere Arbeit gelohnt hat, messen wir an Kennzahlen. Diese sind individuell für jedes Produkt und jeden CodeCamper und existieren so beispielsweise in Form von Downloads, Active Usern oder Bewertungen.

So zu arbeiten heißt aber auch auf Augenhöhe zu arbeiten. Es geht nicht darum, wer die Idee einbringt. Es geht darum, welche Idee das Potenzial hat – egal, von wem sie kommt.

Direkt am Eingang positioniert, haben diese Gebote eine exponierte Stellung, denn jeder CodeCamper sieht sie mehrere Male täglich – ob auf dem Weg von einem Stock des Camps in den anderen oder in der Crew bei einer Runde Kicker.

We are not a team, because we work together. We are a team, because we respect, trust and care for each other. Team work makes the dream work.

Dieses Gebot befindet sich direkt über unserer Tafel, an der sich zur Mittagszeit nahezu alle CodeCamper zusammenfinden. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, weil er unsere größte Ressource ist. Die Technologie und die Ideen, die wir brauchen, können von niemand anderem umgesetzt werden. Jede einzelne Person zählt.

Nur durch Teamwork können wir das Beste aus unserer Arbeit rausholen. Wir respektieren und vertrauen uns und sind füreinander da. Inzwischen haben wir den Teambegriff weiterentwickelt – CodeCamper sind eine Crew, sitzen in einem Boot: Wir fahren zusammen los und kommen zusammen wieder an. Wie auf einem Schiff geben wir als Crew während eines Sprints unser Bestes. Zurück im Hafen können wir in der Retro Manöverkritik üben und an uns wachsen.

If we don’t fail, we are too slow.

Außerhalb von festen Konzernstrukturen können wir Produktideen mit einem abgesegneten Business Case auch ohne Vorstandsbeschluss und Portfolioplanung entwickeln. Dadurch sind wir extrem schnell und es vergehen nur wenige Monate von der Produktidee zur auf dem Markt erhältlichen Anwendung. Das hat den Vorteil, dass alle Daten, die beim Business Case evaluiert wurden, aktuell sind und es für das Produkt mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Markt gibt.

Wenn unsere Mütter das Produkt nicht verstehen, ist es zu kompliziert. Unsere Produkte sind einfach. Immer.

Wir arbeiten nutzerorientiert, nicht prozessorientiert. Wir wollen, dass unsere Produkte einen klaren Mehrwert vermitteln und sich von alleine erklären. Das impliziert auch, dass die Vorkenntnisse unserer Zielgruppe für die Verständlichkeit unserer Produkte egal sein müssen. Und: Wir sind ein Software-Unternehmen, unsere Produkte bestehen immer aus 0 und 1.

P.S.: Wir wollen damit natürlich niemanden diskriminieren – wir <3 unsere Mamas.

Fail cheap, fast and overall forward

Wir leben eine offene Fehlerkultur – frei von Schuldzuweisungen, dafür mit konstruktiver Kritik. Fehler sind wichtig, denn sie helfen uns zu lernen. Dabei achten wir aber immer darauf, dass uns der Fehler kein zweites Mal passiert. Dass das Ganze frei von Urteilen abläuft, zeigt unsere Wall of Shame. Auf der sammeln wir witzige Memes und Fotomontagen, die uns liebevoll an Fehler und lustige Momente aus der Vergangenheit erinnern.

We even fake our betaproduct – better done than perfect

Es ist uns wichtiger, ein Produkt schnell zur Marktreife zu entwickeln, als es mit zahlreichen Features auszustatten. Das würde nur Zeit und Ressourcen kosten, ohne zu wissen, ob es überhaupt einen Markt dafür gibt. Wir entwickeln zuerst einen MVP – minimal valuable product. Durch eine erste funktionierende Mini-Version können wir echtes Kundenfeedback generieren, anhand dessen wir das Produkt optimieren und so den Kundennutzen erhöhen können.

Nichts im Camp ist das Problem des Anderen

Dieses Foto zeigt (überhaupt nicht gestellt), dass wir im Camp einander vertrauen und füreinander da sind. Deswegen haben wir für uns entschieden, den Begriff eines Teams weiterzuentwickeln und sehen uns vielmehr als eine Crew an. Denn wie innerhalb der Crew eines Boots, können wir uns aufeinander verlassen und unterstützen uns gegenseitig – in stürmischen, wie auch in seichten Gewässern.

Kein Meeting ohne Entscheidung

Jeder kennt es: stundenlange Meetings, in denen über vieles geredet wird, aber irgendwie auch wieder über gar nichts und man am Ende ratloser ist als davor. Wir wollen das ändern, in dem wir uns vornehmen, kein Meeting ohne eine Entscheidung zu beenden. Damit meinen wir natürlich nicht zwingend die finale Entscheidung, aber jedem soll nach einem Meeting bewusst sein, was die nächsten Steps in Richtung Ziel sind.

It’s not about ideas. It’s about making ideas happen!

Diese Unternehmensleitlinie erinnert uns daran, dass es nicht entscheidend ist eine Idee nach der anderen zu haben, sondern auch diese umzusetzen. Denn nur durch die Umsetzungen können wir lernen und unsere zukünftigen Ideen anpassen.

Die Ruhe vor dem Sturm hört bei uns nie auf

Auch wenn der Sturm in vollem Gange ist, sind wir immer auf den Punkt konzentriert. Wir fühlen uns wohl im Auge des Sturms. Nur so können wir immer neugierig sein – und das müssen wir auch. Denn in unserem Produktinkubator ist unser Ziel neue Ideen zu entwickeln. Und dieses Ziel verfolgt man am besten mit einem klaren Kopf und dem Anspruch sich immer verbessern zu wollen.