Landingpage erstellen - der komplette Guide

Ein Beitrag von Thomas und Benjamin

Wie du eine Landingpage erstellst, die dir mehr Verkäufe und höhere Conversion Rates bringt:

Wie kannst du eine Landingpage erstellen und worauf musst du dabei achten? In unserer Anleitung zu Landing Pages findest du alle wichtigen Werkzeuge und Tools, wie du eine Landingpage erstellen kannst.

Wenn du nicht alles wissen möchtest, dann springe einfach auf das Kapitel, welches dich interessiert!

Definition Landingpage

Unterschied Landingpage und Homepage

Arten von Landingpages

Vorteile einer Landingpage Optimierung der Landingpage

Der Aufbau einer Landingpage Wie baue ich eine Landingpage?

Fazit

Eine Landingpage ist heutzutage kaum mehr wegzudenken und ein wichtiger Bestandteil des Online Marketings.

Das Ziel solch einer Internetseite ist, den Nutzer zu erreichen und bestenfalls zu einer Conversion zu motivieren.

Eine Conversion (auch Konversion) ist die Umwandlung von einem Nutzer der Website, zu einem Kunden, zu einem Interessenten, oder zu einem Nutzer, der sich registriert. Die Conversion muss daher nicht immer einen Kauf als Zielsetzung haben. Sie kann auch eine Anmeldung in einem Newsletter, ein Abonnement oder eine Datei zum Herunterladen als Zweck haben. Sobald ein Nutzer der Webseite eine spezifische Handlung durchführt, die einen messbaren Wert besitzt, spricht man von einer Conversion.

Definition Landingpage

Eine Landingpage ist eine, auf Verkäufe in Form von Leads, Produktverkäufen oder ähnliches getrimmte Internetseite. Sie bietet einen konkreten Artikel, oder eine Dienstleistung an und ist für User oft der erste Kontakt mit der Internetseite, oder der zugehörigen Firma. Der Nutzer erreicht eine Landingpage durch einen Klick auf eine Werbeanzeige, ein Banner oder durch das Ergebnis einer Google Suchanfrage.

Definition Landingpage

Deshalb ist eine Landingpage eine besondere Inhaltsseite. Sie hat die Absicht, den Nutzer nur einen möglichen Schritt durchführen zu lassen. Das kann zum Beispiel der Kauf eines Produktes, das Abonnieren eines Newsletters oder eine Kontaktaufnahme sein.

Diese speziellen Internetseiten werden des Öfteren für Werbeaktionen genutzt, da dadurch höhere Sichtbarkeiten möglich sind und zudem Werbeaufwendungen gesenkt werden. Angenommen, es wird für einen Artikel Werbeaufwand betrieben, so landet der Nutzer nicht auf der Webseite der Firma, sondern auf der dazugehörigen Artikelseite. Sozusagen auf der Landingpage des speziellen Artikels. Auf dieser Seite ist es möglich, weitere Daten zu recherchieren und direkt einen Onlinekauf abzuschließen.

Ist eine Landingpage nicht überzeugend, wird sie unverzüglich vom potenziellen Kunden verlassen. Durchschnittlich bleibt ein Nutzer der Website nur 1,2 Sekunden auf einer Seite, bevor er abspringt (vgl. marconomy 2017; Klamerski). Gute Landingpages sind umsatzsteigernd und bringen neue Kunden, da Interessierte das zu sehen bekommen, was sie erwerben möchten.

Unterschied Landingpage und Homepage

Viele Leute verwechseln den Begriff Landingpage mit Homepage, obwohl die Definition beider Begriffe eigentlich sehr einfach ist. Das folgende Beispiel zeigt eine Homepage und eine Landingpage. Die blauen Flächen in jeder Abbildung stehen für Links zu einer anderen Seite. Wie du sehen kannst hat die Homepage eine Vielzahl an Links, wohingegen die Landingpage nur einen Link hat.

Unterschied Landingpage zu Homepage

Weniger Links auf einer Landingpage zu haben hat gezeigt, dass es die Conversion Rate verbessert. Das ist auch der Grund warum bezahlte Kampagnen immer eine extra Landingpage für ihren gesonderten Traffic haben.

Arten von Landingpages

Im World Wide Web existieren diverse Möglichkeiten, um an Nutzer zu kommen. Die bekanntesten Quellen für bezahlte Online Werbung sind Facebook und Google Ads. Über diese Werbeportale kann man Nutzer in Zielgruppen selektieren. Wie das funktioniert und was man da genau macht erklären wir dir in einem anderen Artikel.

Wichtig ist, dass daher auch unterschiedliche Arten von Webseiten notwendig sind. Die Webseite, auf der ein Nutzer landet, kann ein Teil der Hauptseite, eine für eine Marketingaktion angepasste Unterseite oder eine getrennte Microsite sein. Nachfolgend werden alle Arten erklärt.

Landingpages innerhalb der Hauptwebseite

Die bekannteste Art der Landingpage ist die Landingpage auf der Hauptseite. Hier ist die Landingpage ein Element der Webseite und entsprechend der Struktur und Navigation gleich mit speziellen Unterseiten.

Beispielsweise kann die Landingpage die eigentliche Startseite sein, eine Top-Eingangsseite, eine Blogseite oder auch eine Übersichts- oder Produktdetailseite. Wie bereits erwähnt, landet der Besucher meistens über Suchmaschinen oder gezielten Werbekampagnen auf diesen Webseiten, da sie mit dementsprechenden Schlagwörtern für Suchmaschinen optimiert sind.

Hier sind ein paar Beispiele von Landingpages, die für die Hauptseite erstellt wurden:

  • Apple - hier findet man mehrere Produkte über die Hauptseite. Jedes Produkt hat aber seine eigene Landingpage.

    Apple Watch Landingpage


  • Beats - der Call to Action Button ist noch etwas klein geraten und die Seite ist wirklich sehr lang.

    Beats Landingpage


  • ADAC

    ADAC Landingpage



Microsites

Die Microsite ist eine weitere Art der Landingpage. Sie wird für eine festgelegte Zielgruppe oder Marketingkampagne erstellt und völlig eigenständig verwendet. Dabei handelt es sich meist um eine Internetseite mit eigener Domain.

Solche Microsites haben den Vorteil, dass sie die Zielgruppe äußerst gezielt und fokussiert erreichen können. Das liegt daran, dass die Gestaltung und der Entwurf flexibel designt sind und nicht unbedingt auf das Unternehmensbild zugeschnitten werden müssen.

Hier findest du Beispiele für Microsites:



Landingpage als eigenständige Seite

Der größte Effekt wird mit speziell entworfenen eigenständigen Landingpages für Marketingaktionen erzielt. Diese Zielseiten enthalten des Öfteren nur Informationen, die sich auf eine Marketingaktion oder ein Angebot beziehen. Sie besitzen eine klar erkennbare Handlungsaufforderung, sind deutlich entworfen und führen somit den Nutzer direkt zur Conversion. Aus der Sicht des Benutzers wird sie als eine alleinstehende Internetseite empfunden, allerdings zielgenauer als Microsites.

Das zeigt sich beispielshalber in dem Aussehen der Landingpage. Weder führen Verlinkungen zurück auf die Hauptseite, noch ist eine direkte Navigation vorhanden. Solche Marketingseiten werden gewöhnlich nur eine gewisse Dauer online gestellt, beispielsweise in Abhängigkeit der Dauer der Aktion und der Weitläufigkeit des Traffics.

Oft wird der Nutzer über bezahlte Anzeigen auf die Zielseite gelockt, da diese eigenständigen Landingpages keine gute Google Platzierung besitzen.

Darüber hinaus liegt der Fokus bei dieser Landingpageart auf der Optimierung des optischen Designs. Was bei der überladenen Nutzung vom Bildmaterial zusätzlich mit einer schlechteren Ladezeit einhergehen kann.

Hier ein paar Beispiele für Landingpages als eigenständige Seite:



Vorteile einer Landingpage

Landing Pages haben einige Vorteile für den Nutzer. Einer der Vorteile ist, dass mit diesen Webseiten gezielt auf Angebot oder Produkte eingegangen werden kann.

Zusätzlich steigert eine Landingpage das Vertrauen der Nutzer und bietet mehr Informationen, da eine solche Seite üblicherweise wenig Text beinhaltet. Somit findet der Besucher schneller, was er gesucht hat und ist dadurch schneller zu darauffolgenden Handlungen bereit. Durch diese speziellen Webseiten kommt es auch zu höheren Conversions der Nutzer, da die Seiten meistens nur eine Handlungsaufforderung beinhalten. Zudem sind Landingpages kostengünstig zu betreiben.

Optimierung der Landingpage

Die Verbesserung einer Landingpage ist ein Prozess. Optimierungen an der Landing Page sind wichtig, um die Absprungrate (engl.: Bounce Rate) zu reduzieren und die Verweildauer und Conversion Rate zu erhöhen. Vereinzelt kleine Anpassungen können schon immense positive oder negative Auswirkungen haben.

Es bestehen im Allgemeinen mehrere Ansätze, eine Landingpage zu optimieren. Um die bestmöglichen Resultate zu erzielen, sind jedoch keine festgelegten Leitfäden in der Literatur vorhanden, sondern nur grobe Richtlinien, die sich ähneln. Das genaue Wissen der Zielgruppe, deren Erwartungen als auch Bedürfnisse zu kennen, entscheiden letztendlich, wie eine Landingpage aufgebaut und optimiert wird.

Unser Ansatz soll zeigen, welche Bausteine eine Landingpage beinhalten muss, um eine möglichst hohe Conversion Rate zu bewirken.

Usability und Technik

Die Nutzbarkeit der Webseite soll so einfach und schlüssig konzipiert sein, dass der Nutzer das für ihn vorgegebene Ziel möglichst schnell und unkompliziert erreichen kann.

User geben einer Internetseite nur ein paar Sekunden Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen und ihr Gesuchtes zu finden.

Ist es der Website nicht möglich, die erforderlichen Informationen schnell zu übermitteln, wendet sich der Benutzer ab, klickt weiter oder verlässt die Internetseite. Daher muss eine Landingpage so simpel wie möglich designt und aufgebaut sein.

Dies kann bereits durch das Begrenzen von Komponenten erzielt werden, da der Nutzer deswegen weniger Möglichkeiten besitzt von der Seite abzuspringen und er besser geleitet wird.

Landingpage Aufbau Grafik

Einer der bedeutendsten Bausteine einer Landing Page ist ein Call-to-Action Button. Dieser ist die Handlungsaufforderung, der einen User zu einer Conversion führt. Er ist verantwortlich für einige Operationen, die Webseitenbesucher ausführen können wie zum Beispiel Kontaktdaten zu hinterlassen.

Landingpage Call-to-Action

Ein CTA sollte möglichst auffällig designt, sofort erkennbar sein und eine äußerst deutliche Aussage beinhalten.

Der User soll in der Lage sein jeden Baustein der Webseite ohne scrollen erreichen zu können. Des Weiteren sollten die CTAs unmittelbar zugänglich sein. Sonst haben diese Buttons nicht den gewünschten Effekt, da Objekte, die nicht im Sichtbereich sind, sich schlecht auf die Conversion auswirken.

Landingpage Call-to-Action Aufbau

Jede Stütze zur Orientierung ist für den Nutzer überaus hilfreich, um seinen Denkprozess zu minimieren und das Risiko zu reduzieren, dass er von der Seite abspringt. Eine Orientierungshilfe ist eine Suchfunktion, die meist in der Navigationsleiste auffindbar ist. Die Ergebnisse der Suche müssen auf die Bedürfnisse des Users angepasst werden.

Allerdings gibt es in dieser Hinsicht verschiedene Vorzüge der Nutzer. Manche Leute favorisieren eine geringere Anzahl an Artikeln, jedoch mehr Details zum Produkt. Ein anderer Teil möchte mehr Artikel, dafür reduzierte Informationen zum Artikel. Um herauszufinden, was deine Nutzer gerne haben, lies unten bei A-B Tests weiter!

Trotzdem sollte der Besucher der jeweiligen Landingpage so viel Informationen zum Produkt wie möglich bekommen, sodass er wählen kann, über welchen Artikel er mehr wissen möchte.

Ein weiteres wichtiges Element, um dem Benutzer zu helfen und ihn durch die Webseite zu leiten, ist eine Navigationsleiste. Die Navigation und ihre Auswahlmöglichkeiten sollten den User aber dennoch nicht durch eine Überlagerung überfordern. Des Weiteren sollten nicht mehr als sieben Punkte im Untermenü gelistet werden und die Namensgebung der Menüpunkte sollte für den Benutzer klar und intuitiv nutzbar sein (vgl. Ash et al. 2013: 248 ff.).

Eine Breadcrumb Navigation ist ein zusätzliches Element die Conversion Rate zu steigern. Diese Art der Navigation zeigt dem User, auf welcher tieferen Ebene der Webseite er ist. Der große Vorteil ist, dass potenzielle Leads beispielsweise über ein Banner auf eine Unterseite gelangen und somit sehen können, wo sie sich befinden.
Ein wichtiger Punkt, um die Usability noch freundlicher zu gestalten, ist die Ladezeit der Webseite. Denn nicht alle User verfügen über eine zügige Internetleitung, zumal der Webseitenbesucher, wie bereits erwähnt, nur durchschnittlich 1,2 Sekunden auf einer Seite bleibt, bevor er abspringt. Daher gilt es, hohe Datenmengen wie äußerst hochauflösende Bilder und eine Überlagerung an Animationen zu vermeiden, um die Absprungrate zu minimieren.

Zusätzlich zur Technik darf der Ansatz „Mobile first“ nicht fehlen, da in der heutigen Zeit die User immer mehr Tablets und Smartphones nutzen. Dieser Ansatz bedeutet, dass eine Webseite bei jedem mobilen Endgerät optisch fehlerfrei dargestellt werden muss. Nichtsdestotrotz darf natürlich die Browserdarstellung bei Desktop-Computern und Laptops nicht vernachlässigt werden.

Optik

Die Carleton Universität in Ottawa fand heraus, dass Nutzer, die das erste Mal eine Landingpage aufrufen, nur eine zwanzigstel Sekunde benötigen, um zu bewerten, ob diese qualitativ hochwertig ist.

Somit urteilen User beinahe so schnell, wie deren Augen die Informationen aufnehmen können. Ist die Landingpage optisch nicht ansprechend und wirkt amateurhaft, springt der User nach wenigen Sekunden ab. Die Grundlage für die Website setzt das Layout. Das bedeutet, dass sowohl Gestaltung als auch Benutzerfreundlichkeit stimmig sein sollten, damit der Webseitenbesucher klar und einfach zu seinem Zielpunkt geleitet wird.

Besonders bedeutend ist die korrekte Positionierung des Logos. Untersuchungen der Nielsen Norman Group kamen zum Ergebnis, dass Nutzer sich zu 89% häufiger an Logos erinnern, die klassischerweise links oben platziert sind, als an anderen Stellen der Navigation.

Doch neben der visuellen Struktur ist, wie schon erläutert, ebenfalls ein überaus deutliches Design der CTA Buttons von großer Bedeutung.

Außerdem sollte man bei der Typografie der Website folgende Aspekte beachten:

  • Fließtext nicht in Großbuchstaben schreiben
  • keine komplizierten Schriftarten (wie z.B. “English”), die schwer zu lesen sind, verwenden
  • Schriftgröße nie zu klein (< 12px) wählen

Einen überaus wichtigen visuellen Teil bieten Bilder. Die Reaktionen auf diese sind je nach Zielgruppe unterschiedlich, dennoch sollte ein „Hero Shot“, das so genannte Titelbild, nicht fehlen, um Emotionen zu erwecken. Zwei Emotionen sollten stark fokussiert werden: Schmerz und Freude. Diese Emotionen sind die größten Motivatoren, die einen wunden Punkt des Users treffen können und ihn zur Handlung auffordern könnten.

Zusätzlich zu Bildern sollten auch kurze, erklärende Videos und Animationen mit eingebunden werden, da Videos immer beliebter werden und Webseitenbesucher nicht viel Text lesen möchten.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Videos nicht von zu schlechter Qualität sein sollten und nicht von selbst abgespielt werden, da dies als negativ aufgenommen wird.

Auch Farben haben emotionale Einflüsse auf den Menschen und manipulieren stark die Stimmung. Hier siehst du Emotionen, die mit verschiedenen Farben verbunden werden.

red color emotion pink color emotion purple color emotion navy color emotion green color emotion blue color emotion orange color emotion

Die Auswahl der richtigen Farben sollte ausgiebig mit der Zielgruppe getestet werden. Die Farbe des CTAs muss sich von der Webseite abheben, bestenfalls hat kein anderes Seitenelement die Farbe des CTA-Buttons. Tests zeigen, dass grün oder orange die Farben sind, die am meisten Conversions erzielen.

Letztendlich muss das Gesamtkonzept der Seite überzeugen. Wenn der User die Landingpage besucht, muss er sich sofort zurechtfinden können, daher dient das Design überwiegend dafür, den Inhalt in einer guten Form zu visualisieren.

Inhalt

Der Inhalt der Landingpage ist ebenfalls ein bedeutungsvoller Einflussfaktor. Studien ergaben, dass Textinhalte von Nutzern nur gescannt oder überflogen werden und oft nur vereinzelte Wörter oder Sätze wahrgenommen werden.

Daher ist bei der Verbesserung der Landingpage ebenso wichtig, dass die kognitiven Fähigkeiten der Benutzer reduziert werden, um dem potenziellen Lead zusätzlich einen qualitativen Mehrwert zu geben. Die ersten Bausteine einer Internetseite, die der User aufnimmt, sind Überschriften (Headlines). Die Absicht ist, dass der Benutzer anhand dieser bereits erkennt, ob er auf der gesuchten Webseite angelangt ist, da Überschriften am meisten gelesen werden.

Idealerweise beinhalten diese Überschriften Schlagwörter, welche schon die Vorteile des angebotenen Inhalts auf der Webseite erkennen lassen. Dazu muss die Überschrift farblich auffallen, Emotionen wecken, bestenfalls einen wunden Punkt treffen und den Besucher somit zum Bleiben fesseln. Beispielsweise generiert: „Wir zahlen es Ihrem Ex-Mann heim – Scheidungsanwalt“ mehr Leads als die Formulierung: „Scheidungsanwalt München jetzt buchen.“

Zudem ist akribisch auf den Textinhalt zu achten, der für Inhalt, Seriosität, Qualität und das Vertrauen der Landingpage sorgt. Dazu wird das System der umgekehrten Pyramide vorgeschlagen, da primäre Informationen an erster Stelle stehen.

Landingpage Inhalt Pyramide

Der Seitenanfang „Above the Fold“, der Bereich, welchen der Nutzer sieht, bevor er scrollt, sollte textlich äußerst knappgehalten werden. Da dieser sofort wahrgenommen wird und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer Conversion führt.

Wie bereits beschrieben, lesen Webseitennutzer nicht gerne. Sie besitzen sogar eine niedrige Lesefähigkeit, da einige Nutzer aus unterschiedlichen kulturellen Kreisen stammen und die deutsche Sprache nicht ihre Muttersprache ist.

Daher gilt das Prinzip sich kurz und bündig zu fassen, mit dem sprachlichen Niveau einer achten Klasse. Dies bedeutet nicht, dass das Niveau des Inhalts reduziert werden muss, sondern kurze präzise Sätze zu formulieren, sodass eine einfache Verständlichkeit herrscht. Ungefähr 30 – 40 % der Web User besitzen eine geringe Lesekompetenz, daher kann ein besserer Erfolg durch die Auswahl simpler Wörter erreicht werden.

So genannte „Bullet Points“ (Listenpunkte) erleichtern dem Besucher das Scannen und übermitteln ihm das Gefühl, dass er auf der richtigen Seite gelandet ist. Denn wenn die Headline bereits die Neugier des Nutzers geweckt hat, dann sollten die Bullet Points zusätzlich das Gefühl verstärken, dass seine Suche erfolgreich war.
Es gilt: Der Inhalt ist das A und O – „Content is King.“

Vertrauen

Wenn es um das Finanzielle geht, kaufen Menschen nicht gerne von Personen, die sie nicht kennen. Ein Mensch muss zunächst dem Gegenüber Vertrauen schenken, bevor ein Produktkauf zustande kommt.

Bei der Entwicklung einer Landingpage ist grundsätzlich darauf zu achten, dass der Besucher der Webseite ein großes Gefühl an Vertrauen entgegenbringt. Ein Aspekt Vertrauen zu gewinnen, ist ein Verweis auf Auszeichnungen.

Weitere Punkte sind Presseartikel und besonders wichtig Zertifikate und Siegel für Sicherheit, um dem User das Gefühl zu geben, nicht auf einer unseriösen Seite angelangt zu sein.

Zertifikate und Siegel

Einige Gesellschaften, die eine Landingpage führen möchten, besitzen eine eigene Corporate Identity. Diese sollte beim Aufbau einer Landingpage berücksichtigt werden, da der Wiedererkennungswert hoch ist und somit ebenfalls eine höhere Chance der Conversion besteht.

Jedoch haben Bewertungen von Kunden (Testimonials) den höchsten Einfluss auf den Nutzer, die in der heutigen Zeit nicht mehr fehlen dürfen. Bestenfalls sind Testimonials in eigenen Bereichen abgebildet und sind mit Fotos, Namen, Titel, Alter und gegebenenfalls dem Wohnort dargestellt.

A-B Tests

Zur Optimierung einer Landingpage gehören auch A-B Tests. Denn woher weiß man, ob ein grüner oder ein roter Button zu mehr Verkäufen führt. Oder woher weiß man, welche der drei unterschiedlichen Überschriften zu mehr Leads führt?

Dafür gibt es A-B Tests. Diese Art von Tests leiten den User auf unterschiedliche Landingpages, bei der ein entscheidendes Element sich unterscheidet. Sonst bleibt alles gleich.

Bei einem A-B Test wird zuerst eine These aufgestellt. Zum Beispiel: “Ich glaube, dass ein grüner Button zu mehr Conversions führt.” Also wird für diese These die Buttonfarbe geändert.

Daraufhin wird eingestellt, dass 50 % der Nutzer auf die neue Landingpage gehen und nach ein paar Tagen können die Ergebnisse verglichen werden. Beim Erstellen einer Landingpage ist ein A-B Test ein wichtiger Bestandteil. Denn oft kann durch einfache Änderungen an einer Überschrift oder Schriftgröße die Conversion Rate um über 50 % steigen.

A-B Test Landingpage

Ein kostenloses Tool, damit der Traffic aufgeteilt werden kann und kleinere Änderungen an der Seite gemacht werden können, ist Google Optimize.

Der Aufbau einer Landingpage

Folgende Infografik dient als Leitfaden zusätzlich zur Konzeption, welche Elemente einer optimalen Landingpage nicht fehlen dürfen.

Landingpage Leitfaden

Für noch mehr Techniken und Tricks für mehr Conversions, schlagen wir dieses Video vor.

Wie baue ich eine Landingpage?

Eine Landingpage ist im Gegensatz zu einer Corporate Website keine Raketenwissenschaft.

Landingpage selbst erstellen

Wenn man über ausreichend HTML, CSS und JavaScript Erfahrung verfügt, dann kann auch selbstständig eine eigene Landingpage nach eigenen Vorstellungen gestalten werden. Ein Nachteil davon ist, dass bei kleineren Änderungen immer wieder der Code geöffnet werden muss.

Wenn eine eigene Landingpage “per Hand” erstellt wird, sollte vorher festgelegt werden, wie die Seite aussieht. Das Design muss feststehen, der CTA-Button muss platziert werden, die Überschrift muss bekannt sein und die Schriften und Farben sollten ausgewählt sein.

Für jede Kampagne oder Anzeigegruppe sollte es optimalerweise jeweils eine eigene Landingpage geben.

Die Klassen und CSS-Elemente sollten so angelegt sein, dass sie einfach wiederverwendet werden können und verschiedene Baukästen erstellt werden können. Als Vorlage für so einen Baukasten kann unter anderem das Framework Bootstrap verwendet werden. Dort sind viele Elemente schon vorgefertigt und sie müssen nur noch angepasst werden.

Landingpage Tools

Wenn keine Kenntnisse in HTML, CSS oder JavaScript vorliegen, dann kann man sich mit ein paar Hilfsmitteln ausstatten.

Hier sind unsere TOP 3 Tools, um einfach und ohne zusätzliches Wissen eine Landingpage zu gestalten:

  • leadpages.net - Preis: ab 25 $ pro Monat – Sehr ähnlich zu Elementor.
    Die Einfachheit dieser beiden Editoren spiegelt sich in ihrem Drag and Drop System wider. Es kann aus einer Reihe von Elementen ausgewählt werden und diese einfach auf der Landingpage platziert werden.
  • unbounce.com - Preis: ab 79 $ pro Monat - Ein umfangreiches Tool, mit dem ohne Probleme viele Landingpages erstellt werden können. Uns gefällt vor allem das integrierte A-B Testing Tool, womit eine Seite dupliziert werden kann und kleinere Änderungen vorgenommen werden können.
    Leider ist die Seite, um Landingpages zu erstellen mit 79 $ pro Monat die teuerste der drei Tools. Dafür bekommt man für das Geld einen umfangreichen Editor und eine ausführliche Dokumentation.
  • Elementor (Word Press Plugin) - Preis: ab 49$ pro Jahr - effizientes Tool, mit vielen Features und vorgefertigten Modulen, vielen Anpassungsmöglichkeiten und auch seitenübergreifende Farben.

Für leadpages.net und unbounce.com wird keine zusätzliche Installation benötigt. Sie wird einfach mit der Webseite verbunden.

Bei Elementor hingegen muss zuerst WordPress auf der Seite eingerichtet werden. Daraufhin muss das Plugin Elementor heruntergeladen werden und erst dann kann eine Landingpage erstellt werden.

Fazit

Für den Erfolg gegenwärtiger und zukünftiger Maßnahmen zur Leadsteigerung einer Landingpage, stellt die Optimierung eine wichtige Grundlage dar. Voraussetzung zur Optimierung ist die Zielgruppe genau zu kennen.
Durch eine Optimierung und mehrere A-B Tests mit unterschiedlichen Thesen, können zum Beispiel mehr Leads oder Verkäufe generiert werden. Noch dazu steigern wir unsere Conversions, aufgrund dessen, dass sich der Nutzer leichter auf der Seite zurechtfindet. Somit haben wir für uns und für unsere Zielgruppe ein besseres Ergebnis geschaffen.

Dadurch haben die Kunden ein angenehmeres Erlebnis auf der Webseite, sind wesentlich zufriedener und eine Steigerung der Leads ist durchaus möglich.





Quellen:
Marconomy (2017): Dynamische Landingpages verbessern die User Experience, [online] [20.06.2019]
Klamerski, Michael (2015): In 8 Schritten zur perfekten Landingpage, [online] [20.06.2019]
Ash,Tim, Rich Page und Maura Ginty (2013): Landing Pages: Optimieren, Testen, Conversions generieren, 2. Auflage, Deutschland: Hüthig Jehle Rehm GmbH