„Design Thinking ist eine systematische [kundenzentrierte] Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen“

HPI Academy



Design Thinking ist eine agile Arbeitsweise im Vergleich zum klassischen Wasserfall-Ansatz. Die Methode eignet sich dann, wenn die Anforderungen und die Umsetzung unklar sind.

Im Inkubator brauchen wir für Ideen zur Entwicklung von digitalen Mehrwertservices Freiraum. Oftmals starten wir bei der Konzeption mit lediglich einer Fragestellung, wie zum Beispiel

„Wie sieht die digitale Gesundheitsvorsorge von morgen aus?“



In diesem Fall sind beide Achsen der Stacey-Matrix unbekannt: Sowohl die Frage „Was ist eigentlich das Problem?“ als auch „Wie löse ich das Problem am besten?“ sind unbeantwortet. Um in solchen Situationen maximaler Intransparenz zu agieren, bietet Design Thinking eine Struktur und leitet den Anwender in iterativer Vorgehensweise zu einer möglichen Lösung aus Sicht des Kunden.

Stacey Matrix

Stacey Matrix



Mindset

Wichtig beim Arbeiten mit der Design Thinking-Methodik ist das Mindset. Dieses bildet die Basis, um in maximaler Intransparenz zu agieren. Wir im Camp berufen uns auf sechs zentrale Elemente:

  • Show, don’t tell: Zeichne deine Idee, damit ist sie für jeden verständlich. Bilder sind eine universelle Sprache und schneller zu verstehen.
  • Macher-Denke: Diskutiere nicht zu lange, sondern stelle Hypothesen auf und setze deine Idee um. Erst das Feedback wird dir sagen, ob du recht hast.
  • Kollaboration: Arbeite im Team – zusammen ist man stärker.
  • Experimentierfreude: Probiere Sachen aus und mache Erfahrungen. Nur weil es bislang nicht geklappt hat, heißt das nicht, dass es immer nicht funktioniert.
  • Fehlerkultur und Iteration: Mache Fehler und lerne daraus. Fehler sind Teil des Prozesses.
  • Empathie und Nutzerorientierung: Gehe nicht von dir aus, sondern versetze dich in deine Zielgruppe hinein und frag was sie will.



Rahmenbedingungen

Vor der Anwendung der Design Thinking-Methodik sollten folgende Rahmenbedingungen geklärt sein:



    Welches Design Thinking-Format will ich verwenden?

    Der Design Thinking-Prozess kann sich über verschiedene Formate erstrecken. Wir unterscheiden zwischen zwei Formaten: zwischen Workshop und Projekt. Die Aufgabenstellung bestimmt das Format. Im CodeCamp:N haben wir gute Ergebnisse mit dem Workshop-Format erzielt.


    Aus diesem Grund bieten wir auch für externe Unternehmen und Gruppen Design Thinking-Workshops mit einem geschulten Moderator an. Mehr Infos hier.


    Welche Art von Räumlichkeiten benötige ich?

    In Situationen maximaler Intransparenz braucht die Design Thinking-Gruppe einen Raum mit größtmöglicher Flexibilität. Das bedeutet, Tische und Gegenstände im Raum sollten auf Rollen sein, dass sie jederzeit verschiebbar sind. Gleichzeitig braucht man Platz, damit man ohne lange Vorbereitungszeit neue Sessions starten kann.


    Wir im CodeCamp:N haben extra Design Thinking-Koffer für diese Methode zusammengestellt, um den Prozess möglichst effizient zu unterstützen und am Ende einen greifbaren Prototypen zu gestalten.


    Was ist die optimale Zusammensetzung meines Teams?

    Optimalerweise arbeiten fünf bis acht Personen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Funktionen und Denkweisen zusammen. Auf der einen Seite sollen es so viele Personen sein, dass heterogene Meinungen entstehen. Gleichzeitig dürfen es nicht zu viele Personen sein, da sich sonst Teilnehmer aus dem Prozess herausnehmen und Informationen nicht mehr bei jedem zur Verfügung stehen.



Design Thinking Prozess

Nachdem alle Rahmenbedingungen zufriedenstellend geklärt sind, kann mit dem Design Thinking-Prozess gestartet werden. Bei uns im Camp besteht dieser aus sechs verschiedenen Phasen (in der Literatur und im Internet sind auch Darstellung mit vier bis sieben Phasen zu finden. Inhaltlich unterscheiden sie sich nicht, da die Phasen unterschiedlich geschnitten sind).

Wichtig ist hier, den Prozess als iteratives Vorgehen zu verstehen, bei dem man zwischen den Phasen hin und her springen kann. Die abgebildeten Dreiecke pro Phase symbolisieren den gewünschten Output einer Phase. So sollen zum Beispiel in der Research-Phase möglichst viele Erkenntnisse gesammelt werden, während in der nächsten Phase diese Erkenntnisse interpretiert und auf eine zentrale Problemstellung reduziert werden.

In der Design Thinking-Lehre nennt man dieses Vorgehen das Auf- und Zumachen.

  1. Research: Ziel dieser Phase ist es, Zielgruppenverständnis aufzubauen und den Markt kennenzulernen.
  2. Synthesize: Die Erkenntnisse aus der Research-Phase werden interpretiert und auf eine zentrale Problemstellung verdichtet.
  3. Ideate: In diesem Abschnitt werden möglichst viele Lösungsansätze für die identifizierte Problemstellung generiert.
  4. Prototype: Die vielversprechendste Idee wird in der nächsten Phase in einen greifbaren Prototyp überführt.
  5. Test: Ziel dieses Abschnitts ist die Erkenntnis, ob der Prototyp auch für den Kunden eine Lösung der Problemstellung ist.
  6. Improve: Das gewonnene Feedback wird in die finale Lösung eingearbeitet oder der Prozess startet erneut mit einer vorherigen Phase, da der Prototyp nicht die gewünschte Lösung darstellt.



Design Thinking Prozess



Die Wahl der genauen Methoden innerhalb der Phasen ist abhängig von der Themenstellung und den persönlichen Vorlieben des Design Thinking-Teams.

Und jetzt wird es interessant:

Im klassischen Design Thinking-Prozess ist das Thema Business Modell kein zentrales Element. Dennoch ist es für Unternehmen unabdingbar. Deswegen kombinieren wir im CodeCamp:N für die Generierung digitaler Mehrwertservices die Elemente Design Thinking, Geschäftsmodell und Umsetzung.

Wir haben dein Interesse geweckt? Dann melde dich bei uns und erfahre mehr über Design Thinking: info@codecamp-n.com