meinegemeinde.digital

Nora im Interview mit Florian

meinegemeinde.digital im Interview: Wie geht es nach dem #WirVsVirus Hackathon weiter?

Mit der Website nachbarn-helfen.org nahmen im März auch einige CodeCamper am #WirVsVirus Hackathon der Bundesregierung teil. Insgesamt wurden bei dem digitalen Event über 1.500 Lösungen eingereicht. In diesem Blogbeitrag stellen wir das Projekt unseres HR-Praktikanten Florian vor, welches sogar unter die Top20 kam: meinegemeinde.digital.
Die Plattform ist ein Ort für religiöse Gemeinden, um virtuell zusammenzukommen und in Kontakt zu bleiben. Gemeindeleiter können z.B. Gebete, Predigten oder Seelsorgeinhalte in Form von Texten, Bildern oder Audiodateien hochladen. Durch eine einfache und verständliche Nutzeroberfläche soll auch weniger digital versierten Zielgruppen der Zugang ermöglicht werden. Florian ist für das Customer Management von meinegemeinde.digital zuständig und berichtet, wie es nach dem Hackathon mit der Plattform weitergeht.

Florian, wie kam es zu deiner Teilnahme am Projekt?

Florian: An der Entwicklung der Plattform war ich selbst gar nicht beteiligt, ich kam erst zum Ende des Hackathons mit dazu. Ich kenne die vier Jungs, die das entwickelt haben, schon seit klein auf aus meiner Gemeinde. Sie haben mich am letzten Tag des Hackathons gefragt, ob ich Teil des Teams werden möchte und das Customer Management übernehmen kann. Seitdem bin ich dabei und bearbeite Anfragen von Gemeinden und kümmere mich um die Abrechnung.

Wie ging es nach dem Hackathon weiter?

Florian: Nach dem Hackathon haben wir die Anwendung mit fünf Gemeinden getestet und haben von diesen viel Feedback erhalten, was echt super war. Einige der Anmerkungen konnten wir gleich einarbeiten. Zum Beispiel einen Regler, um die Schriftgröße zu ändern, damit alle Nutzer die Inhalte gut lesen können. Diese Woche sind wir dann in die Open Beta-Phase gestartet: Wir testen die Web-App mittlerweile mit mehr als 16 Gemeinden und haben darüber hinaus ganz viele Anmeldungen. Weil wir es mit der Plattform unter die Top20 geschafft haben, erhalten wir außerdem Unterstützung von der Bundesregierung, z.B. fachliche Beratung zu Datenschutzthemen.

Wie entsteht eigentlich eine Online-Plattform? Lerne mehr dazu in unserem Blogbeitrag zu nachbarn-helfen.org.

Wie kommt es, dass ihr mit meinegemeinde.digital so erfolgreich seid?

Florian: Natürlich haben wir das Projekt am Anfang viel auf den sozialen Medien geteilt. Aber die Plattform ist wirklich ein Selbstläufer. Beim Hackathon gab es auch kein vergleichbares Projekt und da die Digitalisierung in Kirchen noch nicht so weit fortgeschritten ist, war das Interesse von Anfang an sehr groß. Gerade zu Ostern gab es eine hohe Nachfrage nach digitalen Angeboten von Kirchen, da wurden wir zum Beispiel auch vom Bundespresseverband für einen Artikel angesprochen. Und die Gemeinden teilen das auch untereinander, da kommen jetzt ganz viele von selbst auf uns zu.

Wie sieht dein Alltag zwischen Praktikum und der Arbeit an der Plattform gerade aus?

Florian: Oberste Priorität hat weiterhin mein Job im CodeCamp:N. Am Nachmittag und am Wochenende arbeite ich an meinegemeinde.digital, wie ich gerade Zeit und Lust habe. Die Plattform ist für mich aber auch eine Herzensangelegenheit, deshalb macht es mir sehr viel Spaß, mich damit zu beschäftigen.

Was sind eure Ziele für die Zukunft?

Florian: Wichtig ist es jetzt erstmal, nach der Testphase ein fertiges Produkt anbieten zu können. Langfristig wünschen wir uns, auch über die Corona-Zeit hinaus zur Digitalisierung von Kirchen beizutragen. Gemeinden sollen sich virtuell vernetzen können, ohne dabei viel Pflegeaufwand zu haben.