Finsurtech Fantasy 2020

Wie ist eigentlich der aktuelle Stand im Bereich Fintech und Insurtech? Und wie sieht die Zukunft aus? Die Konferenz Finsurtech Fantasy, die im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals diesmal komplett online stattgefunden hat, sollte einige dieser Fragen beantworten. Gastgeber des Finsurtech Fantasy war CodeCamp:N. Dafür wurde – passend zum Motto „Fantasy“ - unser Zelda-Raum mal eben zum Aufnahmestudio umgestaltet.

Zeldaraum umgestaltet
Hier sind für euch unsere ganz subjektiven, wichtigsten Erkenntnisse der Finsurtech Fantasy:

Finsurtech ist ganz schön abwechslungsreich

7 verschiedene Sessions, mit 21 Speakern zu ganz unterschiedlichen Themen. Von PSD2 über alternative Altersvorsorge, digitale Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zu Regulatorik und Cloud-Banking. Sicherlich war für jeden etwas dabei, was man mitnehmen konnte. Dazu zwei sehr inspirierende Keynote-Speaker. Nach einem halben Tag Finsurtech Fantasy ist klar: Das alles ist schon lange kein kleines Nischenthema mehr, sondern Fintech und Insurtech haben auch bei den großen und etablierten Playern schon längst eine gewisse Relevanz.

Blockchain kommt wieder – oder war nie weg

Was an verschiedenen Stellen immer wieder auftaucht: Blockchain. Sowohl in den Keynotes, in den Begrüßungsvideos und – zugegebenermaßen nicht ganz so überraschend – in der dafür eigens eingerichteten Session ist Blockchain ein Thema. Und das nicht mehr nur als theoretische Gedankenspiele, sondern als konkrete und hilfreiche Anwendungen, die gerade entwickelt werden oder schon auf dem Markt sind.

Konferenzsystem Hopin: Eigentlich ganz gut, in der Praxis aber holprig

„Hört ihr mich?…“, „Du musst dich entmuten!“ und „wie kann man denn hier das Video abspielen?“. Die Finsurtech Fantasy lief komplett online ab. Dazu wurde das System Hopin genutzt, mit dem sich die Teilnehmer schnell von einem virtuellen Konferenzraum zum nächsten bewegen konnten. Da gab es natürlich einige – inzwischen ja schon ganz gut bekannte – Schwierigkeiten, die wir sicherlich mit etwas besserer Vorbereitung auch eliminieren hätten können. Dazu kamen aber auch Probleme, die sich aus der Software selbst ergeben haben. Learning für uns: Technik besser vorbereiten und vielleicht das nächste Mal lieber ein anderes Konferenzsystem benutzen.

Finsurtech Konferenzsystem Hopin

Nürnberg – eine aktive Community

Nicht nur das Nürnberg Digital Festival an sich, sondern auch die Finsurtech Fantasy zeigen, dass Nürnberg in diesem Bereich einiges zu bieten hat. Über 160 aktive Teilnehmer, zahlreiche Unterstützer, Sponsoren und Förderer. Ein ganzes Ökosystem aus Startups, Banken, Versicherungen und Dienstleistern. Es ist schön zu sehen, wie vielfältig die Finsurtech-Szene der Region ist und wie viel Potenzial hier für noch intensiveren Austausch und stärkere Zusammenarbeit besteht.

In Zukunft wieder vor Ort – oder doch lieber digital?

Bleibt abschließend die Frage, wie es in Zukunft mit der Finsurtech Fantasy weitergehen soll? Das digitale Format bringt viele Vorteile: Stärkere Themenvielfalt, weniger Organisationsaufwand, keine Anfahrt. Aber der persönliche Austausch fehlt dann natürlich doch.
Mal schauen, wie es im Jahr 2021 wird und ob die Nürnberger Finsurtech Community dann vielleicht doch wieder in einem Raum gemeinsam fantasieren kann.

Alle die bis dahin nicht warten möchten, können sich auch jetzt schon der Finsurtech Fantasy Meetup-Gruppe anschließen und damit immer auf dem Laufenden bleiben. (https://www.meetup.com/de-DE/Nurnberg-FinTech/)